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Diagnoseklinik Archiv -> Medizin-Forschung -> Raucherbein: Unbedingt auf Warnsignale achten

Stichworte zum Artikel:

  • Arteriosklerose
  • periphere arterielle Verschlusskrankheit (AVK)
  • Schmerzen
  • Sauerstoffmangel
  • Therapie
  • koronare Herzerkrankung
  • Plättchenhemmer
  • Doppler-Sonographie

Zusammenfassung: Beschreibung von Symptomen (wie Schmerzen in den Beinen) und Krankheitsverlauf der arteriellen Verschlusskrankheit (AVK), einer Form der Arteriosklerose. Hinweis auf den diagnostisch notwendigen Gefäß-Check durch eine spezielle Ultraschalluntersuchung (Doppler-Sonographie).


Raucherbein: Unbedingt auf Warnsignale achten

Arteriosklerose. Der Artikel "Raucherbein: Unbedingt auf Warnsignale achten" behandelt Symptome und Krankheitsverlauf der peripheren arteriellen VerschlusskrankheitWieder einmal zeigt sich die Arteriosklerose, hier die periphere arterielle Verschlusskrankheit des Beins (AVK), von ihrer heimtückischen Seite: Sie bereitet zu Anfang keine Beschwerden und macht sich höchstens durch auffallend kalte Beine bemerkbar. Sind die Beckenarterien betroffen, kommen bei Männern oft Impotenz oder Erektionsstörungen hinzu. Im zweiten Stadium der arteriellen Verschlusskrankheit verursacht bereits kurzes Gehen starke Schmerzen in den Waden. Schuld daran ist der Sauerstoffmangel in der Muskulatur. Nach einer kleinen Ruhepause verflüchtigen sich die Schmerzen aber wieder. Mit Fortschreiten der Krankheit wird die schmerzfreie Gehstrecke jedoch immer kürzer. Im dritten Stadium wird der Sauerstoff so knapp, dass der Patient selbst im Sitzen oder Liegen Schmerzen hat. Besonders die Nächte sind unerträglich. Im letzten Stadium können schlecht abheilende Geschwüre entstehen.

Dabei können einzelne Zehen, aber auch der gesamte Vorderfuß schwarz werden. Das liegt an der stark verminderten Durchblutung der Haut. Gleichfalls besteht eine lebensbedrohliche Infektionsgefahr an den kranken Füßen. Die Schmerzen sind kaum noch zu ertragen. Die Gefahr der Amputation besteht.
Deshalb sollte bei der AVK möglichst früh mit einer Therapie begonnen werden. Ein spezielles Gehtraining kann die schmerzfreie Wegstrecke bedeutend verlängern. Das macht die AVK zwar erträglicher, verändert aber die arteriosklerotischen Verhältnisse in den Beinen nicht. Meistens sind sogar noch andere Arterien betroffen. So leiden zwischen 40 und 60 Prozent der AVK-Patienten zugleich an einer koronaren Herzerkrankung, im späteren Stadium sogar 90 Prozent. Um den Patienten vor Schlaganfall, Herzinfarkt oder Amputation zu schützen, ist die Einnahme so genannter Plättchenhemmer wie Clopidogrel und Acetylsalicylsäure (ASS) zu empfehlen. Damit werden Blutgerinnsel und somit Gefäßverschlüsse verhindert. Gerne werden auch vasoaktive Medikamente verschrieben, die die Gefäße weiten und so den Blutfluss verbessern.

Um den Gesundheitszustand der Arterien zuverlässig beurteilen zu können, ist in jedem Falle ein Gefäß-Check notwendig. Die Doppler-Sonographie, eine spezielle Ultraschalluntersuchung, liefert hier genaue Ergebnisse.



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