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Stichworte zum Artikel:

  • Bandscheiben-Operationen
  • Bandscheibenvorfälle
  • Bandscheibenpatienten
  • Schmerztherapie
  • Krankengymnastik
  • interdisziplinäre Behandlung

Zusammenfassung: Über Schmerztherapie, Krankengymnastik und interdisziplinäre Behandlung als Alternativen zu vielen überflüssigen Bandscheiben-Operationen.


Großteil von Bandscheiben-OPs überflüssig

Der Artikel "Großteil von Bandscheiben-OPs überflüssig" er&aumlläutert die Alternativen Schmerztherapie, Krankengymnastik und interdisziplinäre Behandlung"Rund 60 Prozent aller Bandscheiben-Operationen sind unnötig", behauptet Matthias Psczolla, Orthopäde und Ärztlicher Direktor der Loreley-Kliniken St. Goar-Oberwesel anlässlich des bundesweiten Tages der Rückengesundheit am 15. März 2003 in Mainz. Die beste Therapie sei, eine Operation zu vermeiden. Denn die Hälfte aller Operierten hätte nach ein bis zwei Jahren wieder dieselben oder noch stärkere Schmerzen als zuvor.
Operiert werden müsse nur bei neurologischen Störungen wie Lähmungserscheinungen oder einer gestörten Ausscheidungsfunktion. Die Risiken seien zahlreich und reichen von Gefäß- und Nervenschäden über chronische Schmerzen bis hin zur Instabilität des Wirbelsegments.

Und warum wird dann so oft operiert? Das hängt nach Meinung Psczollas mit der Versorgungsdichte an Neurochirurgen und Orthopäden zusammen: Je größer diese ist, desto häufiger landet der Patient auf dem Operationstisch. Bandscheibenvorfälle werden in Deutschland rund 100.000 Mal pro Jahr operiert.

Und die Alternative? Besteht darin, den Patienten so schnell wie möglich wieder mobil zu machen. Bettruhe wird nicht länger als zwei bis drei Tage verordnet. Schmerztherapie und Krankengymnastik sollen den Patienten flugs wieder auf die Beine bringen. Nur dadurch könne der Teufelskreis von Schmerz und Unbeweglichkeit durchbrochen werden. Denn Rückenschmerzen führen zu einem Fehl- und Vermeidungsverhalten und das wiederum zu erneuten Verspannungen.

Gleichfalls setzen gewissenhafte Orthopäden auf eine interdisziplinäre Behandlung, denn auch psychische Faktoren spielen bei Bandscheibenvorfällen eine Rolle: "80 Prozent der Bandscheibenpatienten haben schwere bis schwerste psychosomatische Probleme wie z.B. den Tod eines Lebenspartners", behauptet Psczolla. Psychischer Druck als Ursache von Verspannungen und Fehlhaltungen. Oft sind auch Raucher betroffen. Hier vermutet man Durchblutungsstörungen durch Zigarettenkonsum.




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