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Stichworte zum Artikel:

  • Schutzwirkung von Aspirin
  • Darmkrebs
  • Darmpolypen
  • Darmkrebserkrankungen
  • Studie mit über 500 Patienten
  • Darmspiegelung

Zusammenfassung: Aspirin soll Darmpolypen-Bildung hemmen und somit vor Darmkrebs schützen. Eine Darmspiegelung bleibt aber wichtigste Vorsorge-Maßnahme.


Aspirin schützt vor Darmkrebs

Der Artikel "Aspirin schützt vor Darmkrebs" behandelt die hemmende Wirkung der Acetylsalicylsäure auf die Ausbildung von Polypen, der häufigsten Vorstufe von DarmkrebserkrankungenAcetylsalicylsäure (Aspirin) wirkt schmerzstillend, entzündungshemmend und fiebersenkend, jetzt soll es auch noch vor Darmkrebs schützen. Das zumindest berichten amerikanische Wissenschaftler im Fachmagazin "New England Journal of Medicine" (Ausgabe vom 6. März).
Robert Sandler von der University of North Carolina war gleich an zwei Aspirin-Studien beteiligt. An der ersten Studie nahmen über 500 Patienten teil, deren Enddarmtumoren chirurgisch entfernt worden waren. Die Hälfte der Gruppe nahm täglich eine Aspirintablette ein, die andere Hälfte bekam ein Placebo. Das Ergebnis: ohne Aspirin entwickelten 27 Prozent der Patienten neue Polypen, mit Aspirin lediglich 17 Prozent. Außerdem verzögerte das Medikament die Polypenbildung und verringerte die Anzahl neugebildeter Wucherungen. Fazit: Bereits eine Aspirintablette täglich genügt, um das Wachstum neuer Darmpolypen bei Patienten nach einer Darmkrebsoperation zu hemmen.

Darmpolypen gelten als Vorstufe von Krebs. 90 Prozent aller Darmkrebserkrankungen entstehen aus Wucherungen der Darmschleimhaut, eben den so genannten Polypen. Die Darmpolypen sind zunächst gutartig. Durch weitere Mutationen in den Schleimhautzellen aber entwickelt sich daraus ein bösartiger Tumor. Das dauert allerdings Jahre! Entdeckt man also einen solchen Darmpolyp, sollte er vollständig aus dem Darm entfernt werden.


Die zweite Studie beschäftigte sich mit Patienten, die zwar wegen Polypen operiert worden waren, bei denen jedoch keine Karzinome diagnostiziert werden konnten. Auch sie erhielten zur Hälfte ein Placebo, zur Hälfte Aspirin. Das Ergebnis: Schon eine relativ geringe Dosis (81 Milligramm pro Tag) genügte, um die Bildung neuer Polypen zu vermindern (um 20 Prozent). Eine Steigerung der Dosis auf 325 Milligramm pro Tag zeigte hingegen keine signifikante Wirkung.


Die Schutzwirkung von Aspirin wäre damit wohl bewiesen, allein die optimale Dosis muss noch festgelegt werden.


Eine regelmäßige Darmspiegelung für Risikopatienten ist und bleibt dennoch Pflicht! Nur sie verschafft hundertprozentige Sicherheit über bösartige Veränderungen der Darmschleimhaut.


Weitere Klinik-Informationen zum --> Schutz vor Darmkrebs durch eine Vorsorgeuntersuchung in der Diagnoseklinik München.