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Stichworte zum Artikel:

  • Tuberkulose
  • drittgrößte Infektionskrankheit
  • Weltgesundheitsorganisation (WHO)
  • drei Millionen Todesfälle pro Jahr
  • Russland
  • Lungenentzündung
  • Entdecker Robert Koch
  • Antibiotika-Therapie
  • resistente Bakterienstämme

Zusammenfassung: Über Charakter und Verbreitung von Tuberkulose, der drittgrößten Infektionskrankheit weltweit.


Tuberkulose – weiße Pest schlägt zurück

Der Artikel "Tuberkulose – weiße Pest schlägt zurück" skizziert Charakter, Ausbreitung und Therapie der drittgrößten Infektionskrankheit weltweitIn den westlichen Industrienationen galt sie längst als besiegt. Aber weit gefehlt: Nach Einschätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden sich bis 2020 mehr als eine Milliarde Menschen mit dem Tuberkulose-Bazillus infizieren. Tuberkulose ist weltweit verbreit. Nach Aids und Malaria ist sie die drittgrößte Infektionskrankheit. Die WHO rechnet mit drei Millionen Todesfällen pro Jahr. Russland hat es besonders schwer getroffen: Millionen von Russen sind infiziert, bereits Hunderttausende gestorben. Die Brutstätte der Tuberkulose sind die russischen Gefängnisse – 80 Prozent der Insassen sind schon infiziert.

Die Tuberkulose ist im Prinzip eine Lungenentzündung mit einem ganz speziellen Erreger, der durch Tröpfcheninfektion übertragen wird und somit keine Grenzen kennt.

Robert Koch hat das Mycobakterium Tuberculosis 1882 unter dem Mikroskop entdeckt. Über die Atemluft gelangt es in die Lunge und ruft dort eine Entzündung hervor. Dennoch ist es schwierig, Tuberkulose frühzeitig zu erkennen, denn die Symptome sind nicht eindeutig. Tuberkulose beginnt mit Nachtschweiß, Mattigkeit, erhöhter Temperatur und Gewichtsabnahme. Später folgen chronisches Fieber und starker Husten, manchmal begleitet von Blutauswurf.

Tuberkulose ist sehr schwer zu therapieren. Ein Medikamenten-Cocktail aus vier Antibiotika muss durchschnittlich sechs Monate eingenommen werden. Die Einnahme darf auf gar keinen Fall unterbrochen werden. Erst dann hat ein gut genährter Mensch eine sehr gute Chance, von der akuten Tuberkulose geheilt zu werden.
Die Einnahme von vier verschiedenen Antibiotika soll garantieren, dass Bakterienstämme nicht resistent und auch dann noch abgetötet werden, wenn sie gegen eines oder zwei der Antibiotika resistent sind. Resistente Bakterienstämme vermehren sich rasch. In Deutschland geht man von zehn Prozent Resistenz gegen eines der Hauptmedikamente aus.

Hoffnung macht derzeit ein neuer Bluttest, der auf ein bestimmtes Eiweiß im Blut reagiert, das von dem Tuberkulose-Bakterium ausgeschieden wird. So soll die Krankheit schon vor ihrem Ausbruch erkannt werden.


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