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Stichworte zum Artikel:

  • Netzhaut des Auges
  • Netzhautablösung
  • Erblindung
  • Glaskörperabhebung
  • Glaskörperfasern
  • Netzhautloch
  • Risikofaktoren
  • Augenarzt aufsuchen

Zusammenfassung: Über die häüfigste Ursache einer Netzablösung, die sogenannte Glaskörperabhebung.


Wenn sich die Netzhaut ablöst

Der Artikel "Wenn sich die Netzhaut ablöst" behandelt das Thema Netzhautablösung durch GlaskörperabhebungBlitze, Balken, Rauch, Mückenschwärme oder gar Spinngewebe – jeder 10.000ste hat sie schon einmal gesehen. Wenn sich die Netzhaut des Auges ablöst, sind die Symptome klassisch. Amotio oder ablatio retinae, die Netzhautablösung ist eine gefürchtete Erkrankung des Auges. Im schlimmsten Falle kann sie zur Erblindung führen.

Die Netzhaut besteht aus zwei Schichten: der neurosensorischen Netzhaut und dem darunter liegenden Pigmentepithel. Lösen sich diese beiden Schichten voneinander, spricht man von einer Netzhautablösung. Häufigste Ursache dafür ist eine Glaskörperabhebung. Dabei zieht der schrumpfende Glaskörper, der das Auge ausfüllt, an der Netzhaut. Das allein ist nicht weiter schlimm. Schließlich verliert die gallertartige Masse lediglich an Wasser. Sie degeneriert und schrumpft. Bei etwa 60 Prozent der Bevölkerung lassen sich Glaskörperabhebungen diagnostizieren.

In zehn Prozent aller Fälle aber hebt sich der Glaskörper plötzlich und heftig ab. Die Glaskörperfasern ziehen dann kräftig an der Netzhaut. Und wenn diese nicht nachgibt, reißt sie ein. Nun kann Flüssigkeit vom Glaskörperraum unter die Netzhaut fließen und sie ablösen. Ernährung und Sauerstoffversorgung sind damit nicht mehr gewährleistet – die Sehzellen sterben ab. Der Betroffene sieht im Vorfeld die klassischen Blitze oder Balken, Rauch, Mückenschwärme oder Spinngewebe, später dann einen blinden Fleck. Die Sehschärfe leidet zunächst nicht. Und auch Schmerzen verspürt der Betroffene nicht.

Medikamentös lassen sich weder Glaskörperabhebung noch Netzhautablösung behandeln. Jedoch können Netzhautlöcher gut mit Laser behandelt werden. Vergleichbar mit einem Schweißgerät verbindet der Laser die Netzhaut wieder mit der Unterlage.
Bei einer Netzhautablösung ist eine Laserbehandlung leider nicht mehr möglich. Eine Operation ist vonnöten. Erfolgt sie rasch nach der Ablösung, bleibt die Sehkraft erhalten. Wenn nicht, muss der Betroffene mit einer Seheinschränkung rechnen und sogar mit Erblindung, wenn die Netzhautablösung gar nicht behandelt wird.
Was geschieht bei einer solchen Operation? Eine Plombe aus Kunststoff wird auf die Lederhaut genäht – genau an der Stelle, an der im Augeninneren das Netzhautloch liegt. Die Plombe dellt den Augapfel von außen ein, die Netzhaut kann sich wieder annähern. Eine zusätzliche Kältebehandlung sorgt dafür, dass die Ränder des Netzhautloches vernarben. Der Patient spürt die Plombe nicht; sie bleibt lebenslang auf dem Augapfel.

Bestimmte Risikofaktoren begünstigen die Netzhautablösung: z.B. die familiäre Vorbelastung, starke Kurzsichtigkeit (ab minus fünf Dioptrien), bereits erlittene Augenunfälle, Augenoperationen, diabetische Retinopathie (Durchblutungsstörung der Netzhaut bei Diabetes) oder Netzhautablösung am anderen Auge.
Vorbeugen lässt sich einer Netzhautablösung jedoch nicht, Risikopatienten sollten daher regelmäßig ihren Augenarzt aufsuchen und ihre Netzhaut untersuchen lassen. Veränderungen der Netzhaut, die zu ihrer Ablösung führen können, kann der Augenarzt gegebenenfalls prophylaktisch laserbehandeln.


Weitere Klinik-Informationen zur --> Vorsorge gegen Augenkrankheiten durch eine Vorsorgeuntersuchung in der Diagnoseklinik München.