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Diagnoseklinik Archiv -> Diagnoseverfahren -> Nuklearmedizin Was ist Nuklearmedizin (Szintigraphie) - PET?" Das Szintigramm entdeckt erhöhtes Infarktrisiko – lange vor dem EKG! " Dr. T. Winter, Radiologe und Nuklearmediziner Das Szintigramm heißt so nach den griechischen Worten "szinti" für "Lichtblitz" und "gramm", was soviel wie "schreiben" bedeutet. Das Szintigramm ist ein Untersuchungsbild, das der Nuklearmedizin (=Szintigraphie) zugeordnet werden kann. Mit Hilfe der Nuklearmedizin können fast alle inneren Organe dargestellt werden. Die Nuklearmedizin wird herangezogen, um detaillierte Informationen über den Zustand von Organen wie dem Gehirn, von Lunge und Nieren, aber auch von Gelenken und Knochen zu ermitteln. Auch die Tätigkeit des Herzmuskels gehört in den Zuständigkeitsbereich der Szintigraphie. Das klassische Untersuchungsobjekt ist erklärtermaßen die Schilddrüse. Bei entsprechenden Anzeichen wird in der Diagnoseklinik München aber auch die Myokard-Szintigraphie für eine Herz- Vorsorgeuntersuchung eingesetzt. Die dabei gemachten Erfahrungen sind erschreckend: obwohl hausärztliche EKG´s keine Störung der Herzfunktion ermittelt hatten, waren bei vierzig Prozent aller Patienten (!) Teile des Herzmuskels infolge Verkalkung der Herzkranzgefäße mangeldurchblutet. Da die Herzkranzgefäße für die Versorgung des Herzmuskels zuständig sind, ist diese sogenannte Koronarsklerose natürlich ein deutliches Alarmzeichen. Den Patienten konnte aber mit Hilfe des Szintigramms, gezielten ärztlichen Maßnahmen und gesundheitsbewußtem Verhalten seitens der Patienten selbst rechtzeitig geholfen werden - eine Möglichkeit, die jedem offensteht, der eine Vorsorgeuntersuchung mittels Myokard-Szintigraphie wahrnimmt. Zur Erinnerung: von dem erhöhten Infarktrisko wußten die Betroffenen vor der Untersuchung nichts! Szintigraphie und
Strahlenbelastung Szintigraphie: Ablauf
Ablauf der Myokard-Szintigraphie Die Untersuchung beginnt mit einem Belastungs-EKG. Während der Patient auf dem Fahrrad-Ergometer kräftig in die Pedale tritt, muss mehr Blut als im Ruhezustand durch die Herzkranzgefäße fließen, um mehr Sauerstoff für die Muskelzellen transportieren zu können. Nach etwa zehn Minuten wird dem Patienten eine Lösung in die Armvene injiziert (Technetium -99 m). Die Lösung gibt später schwache Strahlung ab und ermöglicht damit eine bildliche Darstellung des Herzens. Der Injektion folgt eine Ruhepause für den Patienten von ca. einer Stunde. Währenddessen wandert die Lösung mit dem Blut durch den Körper, bis es sich über eine spezielle Substanz im Herzen angereichert hat. Danach folgt die eigentliche Untersuchung, während der der Patient in der Bauchlage flach auf dem Untersuchungstisch liegt. Die Gammakamera Über dem liegenden Patienten schwebt eine sogenannte Gammakamera. Sie empfängt die schwachen radioaktiven Signale, die die Technetium-99 m-Lösung aus dem Herzmuskel aussendet und bewegt sich dabei für insgesamt zweiunddreißig Positionen um den Patienten, bis sie einen Halbkreis von 180 Grad um den Patienten durchlaufen hat. In jeder Einstellung verharrt die Kamera für eine Die Verteilung des Technetium-99 m wird sogar oft in Farben dargestellt. Wir erhalten mit diesem Verfahren in Folge sehr aussagekräftige Einblicke in den aktuellen Zustand des Herzmuskels. Gut versorgte Bereiche erscheinen in der Bildschirmdarstellung rot, minderdurchblutete Regionen gelb, grün oder blau, je nach Grad der Unterversorgung. Man kann das Herz um alle Achsen rotieren lassen und es zudem durch vertikale und horizontale Schnittführung in Scheiben zerlegen. Dadurch wird gewährleistet, dass auch die winzigsten Details nicht außer Acht gelassen werden.
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