Klinik Virtuelle Gastroskopie (Magenspiegelung)

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Was ist Virtuelle Gastroskopie?

Gastroskopie: Begriff

Der Begriff Gastroskopie bedeutet ins Deutsche übersetzt Magenspiegelung. Bei einer Magenspiegelung wird ein flexibles röhrenförmiges Instrument über den Mund in die Speiseröhre eingeführt. Am Ende dieses Endoskops, so der Fachterminus, ist eine spezielle Optik angebracht, mit deren Hilfe der Arzt das Speiseröhren-Innere und den gesamten Magen genau untersucht. Er kann dann herausfinden, ob krankhafte Abweichungen vom gesunden Zustand vorliegen. Die modernen Endoskope sind zwar sehr dünn und flexibel, trotzdem bedeutet die konventionelle Magenspiegelung für die meisten Patienten unverändert eine große Belastung. Viele nehmen den Vorgang, einen Schlauch schlucken zu müssen, als höchst unangenehm wahr. Nicht wenige Patienten verlangen dabei nach Beruhigungsmitteln.


Begriffsklärung


Was ist eine virtuelle Gastroskopie?

Bei der virtuellen Gastroskopie wird die Magenspiegelung am Computermonitor simuliert. Ein Schlauch wird nicht eingeführt und Instrumente für eine Untersuchung Ihres Körpers sind nicht notwendig. Wie ist das möglich? Der entscheidende Faktor ist dabei die Umwandlung von zweidimensionalen Aufnahmen zu dreidimensionalen Abbildungen. Die dazu geeigneten Verfahren sind die Computertomographie und die Kernspintomographie. Diese liefern zunächst flächige Schichtaufnahmen von Speiseröhre und Magen. An einem Hochleistungscomputer werden diese Aufnahmen unter Einsatz von medizintechnscher Spezialsoftware zu dreidimensionalen Bildern komponiert. Diese 3-D-Gebilde können wir anschließend auf unserem Bildschirm begutachten und zudem eine virtuelle Reise durch die abgebildeten Organe antreten.

Wann ist eine virtuelle Gastroskopie sinnvoll?

Die virtuelle Gastroskopie umfaßt eine Vielzahl an diagnostischen Optionen. Diese reichen, von Maßnahmen zur Prävention über die Krebsvorsorge bis hin zu postoperativen Untersuchungen.

  • Früherkennung von Magenkrebs
  • Früherkennung von Tumoren in der Speiseröhre
  • Untersuchung von (erblich bedingten) Fehlbildungen der Speiseröhre und des Magens
  • Diagnostik entzündlicher Magenkrankungen (z.B. Magenschleimhautentzündung, Magengeschwür)
  • Planung von Eingriffen an Speiseröhre und Magen
  • Kontrolluntersuchung nach operativen Eingriffen (Speiseröhre, Magen oder Zwölffingerdarm)

Virtuelle Gastroskopie: der Ablauf

Die virtuelle Gastroskopie beginnt im ultraschnellen Spiral-Computertomographen (UCT) oder einem hochauflösenden Kernspintomographen. Die Verweildauer im Kernspintomographen liegt bei einer halben Stunde, beim UCT ist sie halb so lang. Im UCT werden Sie dabei für ca. zwanzig Sekunden Röntgenstrahlen ausgesetzt, wobei eine zu hohe Belastung durch die Strahlung nicht befürchtet werden muß. Bei beiden Verfahren halten Sie während der Untersuchung im Gerät zu bestimmten Zeitpunkten kurz den Atem an. Die Bilder werden in genau dieser kurzen Phase aufgenommen (sogenannte Atemanhalte-Technik).

Ablauf

Vorkehrungen bei der virtuellen Gastroskopie

Das erste Gebot für die Untersuchung lautet Nüchternheit. Vier Stunden vor der Untersuchung sollten Sie nichts mehr essen oder trinken. Unmittelbar vor der virtuellen Gastroskopie wird Ihnen noch ein spezielles Brausepulverzur besseren Entfaltung der Magenwände verabreicht, damit das Mageninnere bestmöglich eingesehen werden kann.

Vorkehrungen

Virtuelle Gastroskopie: zu möglichen Komplikationen

Für die virtuelle Gastroskopie können Komplikationen verneint werden. Da bei der virtuellen Gastroskopie im Gegensatz zur klassischen Magenspiegelung keine Instrumente in den Magen eingeführt werden, kann es auch nicht zu einer Verletzung von Magen oder Speiseröhre durch das Endoskop kommen. Auf Beruhigungsmittel verzichten wir, so dass etwaige Befürchtungen in dieser Richtung von vornherein gegenstandslos sind.

Lesen Sie mehr auf unserer Website über unser Selbstverständnis hinsichtlich der Virtuellen Gastroskopie (Magenspiegelung) und anderen Bereichen der High-Tech-Medizin bzw. Diagnostik.