Klinik Virtuelle Angiographie

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Was ist Virtuelle Koronarangiographie?

Koronarangiographie: Begriffsklärung

Die Definition des Begriffs Koronarangiographie, der aus dem Griechischen stammt, löst sich in die Worte Koronarien (= Herzkranzarterien) und Angiographie (= Gefäßdarstellung) auf und meint eine Untersuchung, genauer: ein sogenanntes Bild gebendes Verfahren. Diese Methode ermöglicht unter Verwendung eines Kontrastmittels, das Innere von Herzkranzgefäßen darzustellen. Wurde vor nicht allzu langer Zeit die Koronarangiographie im Kontext eines Eingriffs mittels Herzkatheter durchgeführt, so entfallen bei der Virtuellen Koronarangiographie - die den Patienten belastenden und auch mit gewissen Risiken verbundenen Begleiterscheinungen.

Virtuelle und konventionelle Koronarangiographie: die Unterschiede

Die für die konventionelle Herzangiographie kennzeichnende Untersuchung mittels Einführung eines Herzkatheters - und das ist eine sehr gute Nachricht - entfällt in der virtuellen Weiterentwicklung der Methode. Die virtuelle Darstellung am Computer setzt allerdings voraus, dass wir über eine Fülle von zweidimensionalen Abbildungen verfügen, die später von einem Hochleistungsrechner zu dreidimensionalen, mehrfarbigen Darstellungen Ihres Herzens verknüpft werden.

Zweidimensionale Daten durch Computertomographie (UCT)

Wie können diese grundlegenden Daten für die virtuelle Weiterverarbeitung gewonnen werden? Für diese Aufgabe verwenden wir einen sogenannten ultraschnellen Computertomographen. In diesem Gerät bilden wir Ihr Herz zusammen mit den Herzkranzgefäßen ab. Der extrem schnell arbeitende Computertomograph produziert feinste, zweidimensionale Schnittbilder von Organen und anderen Gewebestrukturen des Körpers. Die damit erstellten zweidimensionalen Bilddaten werden an die für diesen Zweck programmierte Software-Anwendung auf dem Hochleistungsrechner zur Weiterberechnung übergeben.

Die dritte Dimension der virtuellen Koronarangiographie

Die nun erfolgende Erweiterung der Darstellung um eine weitere Dimension hin zu einer räumlichen Abbildung befähigt uns, den Verlauf der Koronarien präzise zu bestimmen und selbst minimale Abweichungen und Veränderungen aufzuspüren. Wir können sogar eine virtuelle Reise am Computermonitor antreten, was bedeutet, unmittelbar in die Koronargefäße hineinsehen und sich in diesen bewegen zu können. Wir werden so in die Lage versetzt, den Zustand der Herzkranzgefäße zu überprüfen und festzustellen, ob diese für die Herzmuskeldurchblutung so wichtigen Gefäße ihre Aufgabe reibungslos erfüllen können.

Früherkennung: Verkalkungen der Herzkranzgefäße. Koronare Herzkrankheit. Herzinfarkt-Risiko abschätzen

Angemessene Anwendungsmöglichkeiten der virtuellen Koronarangiographie

Die virtuelle Koronarangiographie ist bereits als Vorsorgeuntersuchung gut einsetzbar. Hierbei kann beispielsweise das individuelle Risiko eines Herzinfarkts abgeschätzt werden. Eine Früherkennung von Koronargefäß-Verengungen wird ebenfalls ermöglicht. Ebenfalls können die Ursachen von Engegefühl in der Brust, Kurzatmigkeit und Leistungsabfall ausfindig gemacht werden. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn nach einem Belastungs-EKG die Ursache in einer Durchblutungsstörung der Koronargefäßse lokalisiert wird.

Die virtuelle Koronarangiographie wird darüber hinaus zur Nachuntersuchung von Patienten herangezogen, die an einer koronaren Herzkrankheit (KHK) erkrankt sind bzw. bereits eine Bypass-Operation über sich ergehen lassen mussten. Hier wird die Durchlässigkeit der Herzgefäße überprüft.

Kalkmessung. Schritt 1: der ultraschnelle Computertomograph

Der ultraschnelle Computertomograph kann eine weitere Aufgabe übernehmen. Mestens sind sehr feine Ablagerungen in den Blutbahnen (Koronararterien) Ursache für die in den westlichen Industrienationen weitverbreitete Koronare Herzkrankheit. Diese Herzkrankheit kann unerkannt zur Herzschwäche, aber auch zum Herzinfarkt führen. Für die Früherkennung dieser Kalkplaques leistet eine diagnostische Untersuchung mittels UCT sehr gute Dienste. Die unerwünschten und gefährlichen Ablagerungen in den dünnwandigen Koronararterien (die Dicke beträgt gerade einmal 3 mm) können mit diesem Gerät zuverlässig nachgewiesen werden.

Die Koronare Herzkrankeit ist für die Patienten mit Atemnot, Schmerz, dem Engegefühl in der Brust und diversen anderen, individuell unterschiedlichen Leiden verbunden. Der Einsatz des speziellen Röntgengeräts macht das Risiko für diese gefährlichen Krankheiten kalkulierbarer und eröffnet die Möglichkeit zu frühzeitigen Vorbeugemaßnahmen. Mit dem modernen ultraschnellen Spiral-Computertomograph (UCT) werden in den Herzkranzgefäßen auch feinste Kalkspuren (von wenigen Millimetern) und selbst nicht verkalkte Ablagerungen aufgedeckt, die sich ansonsten bei der Verwendung konventioneller Verfahren definitiv nicht erkennen ließen.
 

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Virtuelle Koronarangiographie und Kalkmessung: Ablauf der Untersuchung.

Für die Untersuchung begeben Sie sich in einen Ultraschnellen-Spiral- Computertomographen (UCT). Die Untersuchungszeit im Computertomographen beträgt ca. 15 Minuten, wobei aber nur für ca. 15 Sekunden Röntgenstrahlen auf den Patienten einwirken. Zusätzlich wird ein EKG aufgezeichnet und vor der Untersuchung in eine Armvene Kontrastmittel injiziiert. Während der Untersuchung werden Sie in bestimmten kurzen Phasen die Luft anhalten, damit die Aufnahmen nicht durch Atembewegungen Qualitätsverluste erleiden. ("Atemanhaltetechnik"). Nach der Ermittlung aller relevanten Bilddaten, läßt sich Ihr Herz mit all seinen Gefäßen, Verzweigungen und Verästelungen am Computermonitor dreidimensional darstellen. Außerdem können wir mit Hilfe einer speziellen Software einen wichtigen Parameter, den sogenannten Kalkscore berechnen. Dieser signalisiert, ob Ihre Herzkranzgefäße noch gesund und elastisch oder schon durch Arteriosklerose krankhaft verändert sind. Studien haben erwiesen, dass die Berechnung des Kalkscores eine erheblich präzisere Risikoabschätzung ermöglicht als beispielsweise Cholesterinwerte. Wir können aufgrund dieser Zusammenhänge folgerichtig auch viel früher therapeutische Empfehlungen hinsichtlich einer Vorbeugung von chronischen Herzkreislaufkrankheiten geben.

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