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Diagnoseklinik Archiv -> Medizin-Forschung -> Koffein - Muntermacher oder Herzrhythmusstörer?

Stichworte zum Artikel:

  • Koffein
  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzinfarktrisiko
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • hoher Blutdruck
  • Angstzustände

Zusammenfassung: Differenzierte Erläuterung wichtiger Auswirkungen des Konsums von Koffein.


Koffein - Muntermacher oder Herzrhythmusstörer?

Der Artikel "Koffein - Muntermacher oder Herzrhythmusstörer?"  über positive und negative Begleiterscheinungen des Koffein-KonsumsAm Koffein scheiden sich die Geister: Ja, es wirkt stimulierend und vertreibt vorübergehend die Müdigkeit. Koffein vermag auch die Herz- und Muskeltätigkeit anzuregen, die Bronchien und Blutgefäße zu erweitern und die Verdauung zu fördern. Mehr als drei Tassen oder Gläser koffeinhaltiger Getränke am Tag können aber zu Herzrhythmusstörungen führen, das Herzinfarktrisiko erhöhen und Magen-Darm-Beschwerden oder Schlafstörungen hervorrufen.
Ist man innerlich angespannt oder leidet man unter depressiven Angstzuständen, kann Koffein diese Umstände noch verstärken. Für herzkranke Menschen mit hohem Blutdruck ist Koffein ein zusätzlicher Belastungsfaktor. Und auf Magenkranke kann Koffein magen- und darmreizend wirken. Milch im Kaffee mindert jedoch ein wenig die Reizwirkung.

Auch in der Schwangerschaft sollten Frauen lieber auf Cola, Kaffee und Co. verzichten. Zu viel Koffein kann nämlich die Gefahr einer Frühgeburt erhöhen. In der Stillzeit wird Koffein über die Muttermilch an den Säugling weitergegeben. Föten und Säuglingen fehlt ein bestimmtes Enzym in der Leber, das zum Abbau des Koffeins notwendig ist. Dementsprechend ist die Wirkung des Koffeins bei Un- und Neugeborenen sehr stark.

Wer jedoch gesund ist und weiterhin getrost Kaffee und Cola trinken möchte, sollte sich auf ein bis zwei Tassen bzw. Gläser am Tag beschränken. Ein Glas Wasser dazu hilft, den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen. Denn Koffein wirkt entwässernd und regt die Harnproduktion an.

Ganz und gar unbedenklich, sogar besonders wirkungsvoll ist Koffein für die Haut: Äußerlich angewendet fördert es die Durchblutung und regt den Fettabbau an, es strafft und entschlackt.

Übrigens: Auch Tee enthält Koffein. Eine lange Zeit bezeichnete man das Koffein im Tee als Teein. Inzwischen weiß man aber, dass die chemische Substanz eigentlich die gleiche ist. Allerdings ist das Koffein im Tee mit Gerbstoffen verbunden. Deshalb wird es beim Trinken nicht sofort freigesetzt, sondern entfaltet sich wohltuend sanft. Nicht nur schwarzer Tee enthält Koffein, sondern auch grüner Tee, Mate und Kombucha.


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